Dosierung: realistische Startwerte (Tropfen & Prozent)
Beginne immer niedrig und taste dich in kleinen Schritten heran. Als Orientierung gilt: Ein Tropfen entspricht je nach Tropfer etwa 0,03–0,05 ml (≈ 20–33 Tropfen pro ml).
| Anwendung | Start (Tropfen) | Start (%) | Hinweise |
|---|---|---|---|
| Rührteig / Biskuit | 10–20 Tr. / 500 g | ≈ 0,10–0,30 % | Wärmeverluste einkalkulieren; nach Backen ggf. minimal erhöhen (bei nächster Charge). |
| Mürbeteig / Cookies | 8–16 Tr. / 500 g | ≈ 0,08–0,25 % | Fett bindet Aroma; bei sehr fettreichen Teigen leicht höher dosieren. |
| Creme / Frosting / Ganache | 6–12 Tr. / 500 g | ≈ 0,06–0,20 % | Kein Backverlust – eher konservativ dosieren, gut homogenisieren. |
| Glasuren / Sirup | 4–10 Tr. / 250 g | ≈ 0,10–0,30 % | Erst einrühren, 5–10 Min. ziehen lassen, dann feinjustieren. |
Viele Sorten landen im Bereich 0,10–0,30 %. Gewürz-/Zitrusprofile oft niedriger, Dessert-/Nussprofile teils höher – Schrittweite zur Justage: +0,02–0,05 %.
Für präzise Berechnungen nutze den Aroma-Dosierungsrechner (ml↔g, %, Vorratsrechner).
Thermo- & Matrix-Einfluss
- Hitze: Ein Teil der Kopfnoten verfliegt – lieber moderat dosieren und über mehrere Chargen fein anpassen.
- Fett & Zucker: Binden Aromen – bei sehr fettreichen/süßen Rezepten oft etwas höhere Dosierung nötig.
- Homogenität: Aromen immer sehr gründlich einarbeiten (keine „Hot Spots“).